Wissenschaftsjournalismus ist in Zeiten des Internets nicht mehr nur ein Produkt, das allein in traditionellen Medienunternehmen entsteht, sondern eines, das auch direkt von Einzelpersonen und Organisationen wie der Ruhr-Universität Bochum ausgehen kann. Eine unabhängige, sorgfältige und ausgewogene Darstellungsweise bleibt in jedem Fall Kennzeichen und Gütekriterium eines solchen Wissenschaftsjournalismus, der sich jedoch durch seine Vertrauens-würdigkeit von anderen Internetangeboten und durch seine Auto-nomie von der Öffentlichkeitsarbeit in Wissenschaftsbetrieben unterscheidet.





Kristin RaabeKristin Raabe
Dozentin / freie Wissenschaftsjournalistin

In diesem Kontext ist es ein mittelfristiges Ziel der LLR ein eigenständiges, wissenschaftliches Format zu entwickeln. Konzept und Publikum sollen dabei von den RedakteurInnen selbst definiert werden, sodass ausreichend Spielraum für möglichst viel Kreativität bleibt. In den ersten Projektjahren haben bereits drei Seminare stattgefunden, in denen Studierende und DoktorandInnen die Grundlagen des Wissenschaftsjournalismus lernen konnten. Die hieraus entstandenen Beiträge wurden in der Magazinsendung TV.RUB ausgestrahlt.

Studierende und DoktorandInnen, als junge, engagierte und hoch reflexive MediennutzerInnen, haben ein großes Potential, neue Ideen für wissenschaftsjournalistische Formate zu entwickeln. Außerdem ist auch für NachwuchswissenschaftlerInnen die wissenschaftsjournalistische Qualifikation attraktiv, u.a. für alter-native Karrierewege innerhalb von wissenschaftlichen Institu-tionen, die Kenntnisse im Bereich der öffentlichkeitswirksamen Vermittlung von Wissenschaft sowie im Umgang mit professionellen JournalistInnen erfordern.

Im Bereich TV.RUB Wissen arbeitet die LLR mit der Ruhr-University Research School zusammen. Aktuell ist ein Vortrag mit Workshop zum Thema "Wissenschaft – Öffentlichkeit– Verantwortung" in der Vorbereitung.